Grünes Regiment

Unter den schwedisch-protestantischen Truppen gab es eine ganze Reihe "Grüner" Regimenter. Das bekannteste war sicherlich das des Schotten Sir John Hepburn. Das Regiment bestand jedoch nicht aus Schotten, sondern wurde 1627 in Brandenburg und Ostpreußen geworben. Bis Mitte 1632 fungierte es zusammen mit den Regimentern Mackay und Spens als Teil der Schottischen Brigade, weshalb diese zeitweise auch unter dem Namen "Grüne Brigade" bekannt war. Mit dem Ausscheiden Hepburns aus schwedischen Diensten im September 1632 ging das Regiment an den schwedischen Obersten Adam von Pfuel, kämpfte unter diesem auch bei Nördlingen, jedoch nicht mehr als Teil der schottischen Brigade.

Bislang ließen sich keine Verweise auf grüne Uniformen im Grünen Regiment finden. Nach der Beschreibung, wie das Regiment zum Dienst unter den Schweden überredet wurde, erklärt Hoppe sehr genau seine Herkunft des Namen. Gustav befahl, dass für sie die grünen Flaggen angefertigt wurden. Er wies an, dieses Regiment neben den drei deutschen Regimentern aufzustellen, die den Namen Rot, Blau und Gelb trugen und er nannte dieses "Das Grüne Regiment". Überlieferte Bestandsbücher von Schneidern (Abschriften im Archiv der Swedish Trophy Collection von Arne Danielsson angefertigt) bestätigen, dass Klitzing, der neue Oberst des Regiments, im Juni 1627 taffeta für acht neue Flaggen erhielt. Ein Achtel dieser Seide war weiß und war womöglich für die Leibstandarte des Obersts gedacht, oder aber es sollten daraus Figuren ausgeschnitten und auf den grünen Stoff aufgenäht werden.

 (Quelle: "Die Armee Gustav Adolfs" Richard Brzezinski-Richard Hook)